Jul 26

Sperrt Ferrari und Alonso!

Wer sich gestern das Formel 1-Rennen am Hockenheimring angesehen hat, der dürfte meine Wut über Ferrari und dessen Praktiken beim Großen Preis von Deutschland verstehen. Der in der WM besser postierte Fernando Alonso wurde, für alle offensichtlich, am Teamkollegen Felipe Massa vorbeigelotst, der zuvor den Start gewonnen und das Rennen nach Belieben dominiert hat. Diese Aktion an sich finde ich schon unverschämt dem Zuschauer gegenüber, doch was nach dem Rennen folgte, das war der pure Hohn für jeden Fan der Formel 1.

Da setzt sich Fernando Alonso bei der Pressekonferenz hin und sagt, er habe das Rennen auf der Strecke gewonnen, wisse nicht ob Massa ein Problem hatte und ihn deswegen vorbeigelassen habe und faselt etwas davon, dass beide Fahrer das beste für das Team tun wollen. Zurecht hat vor allem F1-Experte Niki Lauda geschimpft darüber, mit welcher Frechheit Alonso so tut, als würden die Zuschauer allesamt keine Ahnung davon haben, was da auf der Strecke passiert ist.

Nachdem die Medien Sturm gegen Ferrari gelaufen sind, folgte die Bestrafung in Form einer Geldstrafe von 100.000 US-Dollar (für Ferrari selbstverständlich Peanuts), die Punkte aus dem Rennen darf Ferrari vorerst behalten. In meinen Augen sollte man Ferrari die gesamten Punkte des Wochenendes aberkennen, Sebastian Vettel damit zum Sieger machen und Ferrari (und vor allem Alonso) für zwei oder drei Rennen komplett sperren.

Natürlich weiß ich, dass die Stallorder in der Formel 1 gang und gäbe ist, aber nicht in einer solch offensichtlichen Form und nicht mit einer solchen Dreistigkeit wie sie Ferrari an den Tag gelegt hat. Von mir aus könnte die FIA Ferrari und Alonso komplett aus der Formel 1 schmeißen, was aber natürlich nicht passieren wird, da Ferrari nicht nur von Jean Todt (sitzt im Gremium der FIA) sondern auch von F1-Boss Bernie Ecclestone sehr geschätzt wird und somit keine großen Konsequenzen fürchten muss.

Trotz allem hoffe ich, dass die FIA ein Exempel statuieren wird und Ferrari zumindest die Punkte für den GP von Deutschland aberkennt, die sie dann durch eigenes Verschulden verloren hätten. Und zu Alonso kann ich mich eigentlich nur Niki Lauda anschließen, der den Spanier charakterlos genannt hat, was ich (nach meinen Eindrücken) nur bestätigen kann. Er heult als Erster, wenn ein Konkurrent etwas Unrechtes tut (Hamilton und das Safety Car), streitet aber selbst alles dreist ab, wenn er erwischt wird.

Zudem hat man gesehen, dass Alonso ohne Nummer 1-Rolle im Team gleich schmollt und bei einem gleichwertigen Konkurrenten wie Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes schnell das Weite sucht und sich lieber wieder dem mittelmäßigen Renault-Team anschließt, bei dem er schalten und walten kann wie er möchte. Mir bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass entweder Sebastian Vettel oder Jenson Button den Titel holen, da beide um Längen sympathischer sind als Fernando Alonso, der in diesem Team hoffentlich kein Land mehr sehen wird.

Nov 04

Toyota steigt aus der Formel 1 aus

Die Formel 1 verliert eines seiner Teams, und zwar das, das am meisten Geld pro Jahr in die Formel 1 gesteckt hat, nämlich Toyota. Der japanische Autobauer, bzw. vielmehr der Chef von Toyota, Akio Toyoda, hat heute bekannt gegeben, dass Toyota sein Engagement in der Formel 1 mit sofortiger Wirkung einstellen wird.

Formel 1 verliert prominentes Mitglied

Seit 2002 war Toyota in der Formel 1, muss aber nur sieben Jahre nach dem Einstieg schon die Segel streichen, da sich das finanzielle Risiko in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht weiter lohnt. Zudem dürfte auch die anhaltende Erfolglosigkeit ein Grund für den Rücktritt sein, denn Toyota Racing war mit hohen Erwartungen gestartet und wollte mit viel Geld den Titel einfahren.

Toyota F1 car © Yuya Tamai / Flickr.com

Toyota F1 car © Yuya Tamai / Flickr.com

Kein Sieg, oft nur Hinterbänkler

Denn zu Hochzeiten hat Toyota bis zu 340 Millionen Euro pro Jahr investiert und dafür nicht einen einzigen Sieg eingefahren. Die größten Erfolge waren drei Pole Positions, wovon auch Ralf Schumacher eine einfahren konnte. Ansonsten fuhr Toyota oft hinterher und konnte nur mit wenig Sprit hin und wieder an die Spitze fahren.

Glock und Trulli brauchen neue Jobs

Die beiden derzeitigen Fahrer von Toyota, Timo Glock und Jarno Trulli, benötigen nach dem Ausstieg von Toyota Racing ein neues Team. Für den deutschen Timo Glock soll ein Einstieg bei Renault sehr wahrscheinlich sein, nämlich als Teamkollege von Robert Kubica. Für Jarno Trulli bleibt wohl nur ein Engagement bei einem der neuen Teams Manor Grand Prix, Lotus F1 oder Campos Grand Prix.