E-Books: Bundesregierung für gesenkte Mehrwertsteuer

kindle-254339_640Die „ungerechtfertigte Schlechterstellung von E-Books“beim Mehrwertsteuersatz, wie sie von einer Ministerin genannt wird, soll laut Staatsministerin für Kultur beendet werden. Die EU-Kommission müsse unverzüglich handeln.

Die Staatsministerin für Kultur Monika Grütters und ihre Amtskollegen aus Frankreich, Italien sowie Polen machen mobil: Es soll dringend eine EU-Regelung für einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf E-Books her. In einer gemeinsamen Erklärung betonen die Minister: „Ob digital oder analog – es ist der Inhalt, der ein Buch ausmacht und nicht die Form, in der es einem Leser zugänglich gemacht wird. Bücher sind für das Entstehen und die Verbreitung von Wissen und Kultur wesentlich“, ist in der Mitteilung zu lesen. Und weiter: „Daher sind wir von der Notwendigkeit überzeugt, denselben reduzierten Mehrwertsteuersatz sowohl für elektronische als auch für gedruckte Bücher anzuwenden. Technologieneutrale Regelungen müssen nachdrücklich auf europäischer Ebene vertreten werden, damit Innovation und die Weiterentwicklung von E-Books nicht gefährdet werden.“

Man reagiert auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Diese hatte Anfang März die in Frankreich und Luxemburg geltende Ermäßigung auf E-Books untersagt. Die Minister wollen nun, dass E-Books und gedruckte Bücher steuerlich gleich behandelt werden. Ob das gelingt, kann derzeit niemand sagen, doch Fakt ist, dass im Grunde der gleiche Inhalt dem Nutzer zur Verfügung gestellt wird – nur auf eine andere Art und Weise.

Foto: webvilla

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