Burda-Chef kritisiert Googles Einfluss

google-76517_640Der US-Konzern Google hat mittlerweile einen beträchtlichen Einfluss. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Das Münchner Medienunternehmen Hubert Burda Media kritisiert nun öffentlich diesen Einfluss. Man fordert sogar die Politik dazu auf, zu handeln.

„Wir müssen fairen Wettbewerb schaffen“, sagte Vorstandsvorsitzender Paul-Bernhard Kallen der „Süddeutschen Zeitung“. Ihm gehe es der Zeitung zufolge um Subventionen in Milliardenhöhe. Auch die Spielregeln sollten nicht außer Acht gelassen werden, mit denen die US-Anbieter geschützt werden. „Unser Problem ist, dass wir diese Spielregeln und Vorteile für europäische Unternehmen einfach nicht haben. Wir treten unter ganz anderen Bedingungen an, wir zahlen Steuern, wir haben härtere Datenschutzregeln. Amerikanische Unternehmen aber dürfen ihre eigenen Spielregeln nach Europa mitbringen“, so Kallen weiter. Seiner Meinung nach sei es wichtig, gleiche Rahmenbedingungen für alle europäischen und amerikanischen Unternehmen zu schaffen. Daher fordere er dies.

In diesem Zusammenhang kritisiert er gegenüber der Zeitung auch gleich die US-Regierung und Präsident Barack Obama: „Dass wir uns in diesem Zusammenhang von einem amerikanischen Präsidenten sagen lassen müssen, die unfairen Wettbewerbsvorteile für die US-Konzerne sind richtig, weil die das Internet erfunden haben, das ist doch wirklich ein Gag.“ Es müsse künftig Alternativen geben, so Kallen. „Wer ein Betriebssystem von Google hat, muss die Möglichkeit haben, die Suchmaschine oder ein Bezahlsystem eines anderen Anbieters zu nutzen. Die Pakete müssen entbündelt werden“, sagt der Burda-Chef der „SZ“ weiter.

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