Griechenland und scheinbar festgefahrene WallStreet

Kaufanreize entstehen, wenn Verhandlungen zwischen Staaten und Geldgebern endlich Form annehmen und konkret werden. Davon ist bei den Verhandlungen mit der griechischen Regierung noch nicht zu spüren. Noch können die rallyeartigen Entwicklungen des Jahresbeginns an den Börsen nicht fortgesetzt werden.

Neuen Schwung für Kursverbesserungen holen – aber wie?

Risikofreudige Anleger mögen während der stagnierenden Verhandlungen zwischen Geldgebern und Griechenland Gewinne durch Anlagestrategien abschöpfen. Wie das gelingen kann, ist aber unklar. Denn das derzeit durchaus hohe Kursniveau bietet keine direkten Kaufanreize. Verluste amerikanischer und europäischer Staatsanleihen sowie ein steigender Eurowert hemmen eine echte Bewegung an der Wall Street.

Noch vor kurzem spekulierten Analysten und Anleger über mögliche, kurz bevorstehende positive Impulse für einen Anstieg des DAX. Doch diese bleiben bislang aus. Schäuble schlägt ein Reform-Referendum vor, Griechenland bleibt unbeirrt. Wenn auch mit dem Vorschlag die bedrohliche Finanzlage Griechenlands deeskaliert werden soll: Zugunsten einer Kursverbesserung an der Börse wirkt sich dieser Verhandlungsstand weiterhin nicht aus. Dafür zeigen sich andere Bedrohlichkeiten bei der derzeitigen Entwicklung der Kurse für Euro und US-Dollar.

Währungskurse und DAX gut beobachten

Bei den Bundesanleihen kommt es weiterhin zu Dauerverlusten. Verbliebene Anleihen versprechend dadurch bessere Rendite. Dies stärkt den Kurs des Euro. Je stärker dieser aber wächst, desto mehr dämpft dies die DAX-Entwicklung. Wer in dieser eher fallenden Kursperiode anlegen möchte, muss die Kurse von Euro und Dollar ebenso gut im Auge behalten wie die DAX-Punktezähler pro Tag. Ein schlechter Schlusskurs von Dow Jones und DAX könnte für die Börsenbewegung schon beim nächsten Börsentag bislang unbekannte Auswirkungen haben.

Selbst erfahrene Trader setzen bei ihren Anlageverteilungen eher auf Zurückhaltung. Grundsätzlich kann ein Tag an der Börse hohe Gewinne oder einen Totalverlust bedeuten. Aber ein Tag abwarten kann auch ein solches Risiko durch neue Entwicklungen eindämmen. Letztendlich hilft erst umfassende Beobachtung von Märkten und Warenwerten dabei, die optimale Anlageform zu finden.

Schlusskurse aktuell mit Abschlägen

Durch die Tagesberichte von Marktanalysten, durch Börsendiagramme und die Hilfe von Tradingexperten wird das potenzielle Risiko nicht ausgeschaltet. Aber es lässt sich etwas besser im Hinblick auf vorangegangene Ereignisse einschätzen. Die Informationen zum Einfluss der Finanzverhandlungen zwischen Kreditgebern und Griechenland sind ein praktisches Beispiel dafür, wie schnell und weitreichend sich ein Stagnieren auf das gesamte Handelsverhalten an der Börse auswirken kann.

Die aktuellen Schlusskurse mit Abschlägen können schon bald wieder besser ausfallen. Ebenso bedeuten Verluste bei Anleihen kein Komplettrisiko. Doch durch die statistischen Erfahrungen können Anleger vorsichtig damit umgehen. Langfristig nämlich sind vergleichsweise niedrige, aber sichere Rendite eher von dieser Anlageform als von Währungsinvestitionen oder Anlagen auf dem internationalen Stellenmarkt zu erwarten.

Fazit

Der DAX verliert Zähler, der Eurokurs steigt, Griechenland verhandelt. Unter solchen Umständen floriert der Börsenkurs aktuell kaum, sondern bleibt zurückhaltend mit einer fallenden Tendenz. Verbesserungen sind erst zu erwarten, wenn endlich Fahrt in die Geldgeberverhandlungen kommt.

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