Was Autohersteller und vegane Ansprüche miteinander verbindet

Begriffe wie vegetarisch oder vegan sind eher aus der Lebensmittelbranche, der Bekleidungs- und Kosmetikindustrie geläufig. Aber was bitte können Veganer beim Autokauf beanspruchen? Onlineratgeber klären über die Philosophie hinter veganen Trends und dem Zusammenhang mit der Autoindustrie auf.

Vegan beginnt mit der Auswahl der Rohstoffe

Tatsächlich verwenden Automobilhersteller für die Innenausstattung von Fahrzeugen verschiedene Tierprodukte seit Jahrzehnten. Leder kommt als Bezug für Sitze, Schaltknäufe und Lenkräder zum Einsatz. In den Sitzpolstern steckt Schafwolle wegen ihrer schwer entflammbaren und antistatischen Eigenschaften. Selbst in Schmierstoffen für technische Komponenten und in Klebstoffen des Interieurs finden sich anteilig tierische Rohstoffe.

Veganer lehnen all dies aus Rücksicht auf Tiere ab. Deutsche Autobauer – vor allem von Fahrzeugen der Luxusklasse – nahmen zunächst erste Anfragen aus den USA nach tierfreien Ausstattungen ernst. Dem Beispiel der Marke Tesla folgen inzwischen auch Porsche und BMW. Andere Automarken wie VW und Audi beharren dagegen weiter darauf, dass es dem Kundenwunsch entspräche, Echtleder statt tierfreie Alternativen zu verarbeiten.

Tierfreundliche Alternativen für Materialien in der Automobilindustrie

In Zeiten guter synthetischer Nachahmungen sind Leder oder Schafwolle eigentlich überflüssig. Sie werden trotzdem weiterhin verwendet, weil die entsprechenden Rohstoffe als überwiegende Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie deutlich kostengünstiger sind. Traurige Tatsache ist allerdings auch, dass viele Rinder ausdrücklich wegen der verwertbaren Haut und ausdrücklich für die Automobilindustrie getötet werden.

Dagegen wehren sich Veganer aus politischer Überzeugung. Statistische Werte zum neuen Trend veganer Alternativen werden bei mobile.de ausführlich im portaleigenen Magazin erklärt. Hier zeigt sich, dass der Trend noch jung und umstritten ist, sich aber in naher Zukunft mindestens im hochpreisigen Fahrzeugsegment nicht mehr aufhalten lässt.

Umweltschutz im Detail – vom Bauteil bis zur Fahrphilosophie

Der neue Trend veganer Rohstoffe für Automobile passt gut zum Trend umweltfreundlicher Antriebsarten. So sind es vor allem Elektroautos, in denen die Premiumhersteller Sonderausstattungen aus Kunstleder statt Echtleder und synthetische Polster statt Schafwolle verarbeiten. Am Sitzkomfort ist kein wirklicher Unterschied zu spüren. Für Tiere und Umwelt bedeutet das Umdenken und sofortige Handeln aber einen Aufbruch in ein besseres Umweltbewusstsein.

Das Argument, die Kunden selbst würden auf Echtlederausstattungen beharren, werden Autobauer wie VW oder Audi langfristig nicht halten können. Denn auch Menschen, die nicht vegan leben, werden bald verstärkt von den tierfreundlichen Alternativen erfahren. Gewiss ist es Millionen Kunden weltweit den vergleichsweise geringen Aufpreis wert, nicht länger eigenen Luxus auf Kosten der Umwelt zu besitzen. Dann wird aus dem gerade frisch entstandenen Trend hoffentlich ein Standard.

Fazit

Vegane Rohstoffe können künftig in Fahrzeugen viele derzeit von Tieren gewonnene Elemente ersetzen. Leder und Kunstleder sind ähnlich elegant und gleich pflegeleicht. Für schwer entflammbare Schafwolle existieren längst synthetische Alternativen von gleicher Qualität. Die neuen Trends veganer Fahrzeuge und emissionsarmer Elektroautos werden von Premium-Automobilherstellern auf Kundenwunsch ernstgenommen und entlasten die Umwelt.

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