Daimler hat keine Angst vor Google und Apple

Quelle: pixabay.com

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Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber sprach in einem aktuellen Interview mit „Auto Motor Sport“ nicht nur über sein eigenes Unternehmen, sondern auch über die Konkurrenz aus den USA – genauer gesagt über Apple und über Google, die beiden unbestätigten Medienberichten zufolge an einem Auto arbeiten sollen.

Angst hat man bei Daimler vor den beiden US-Unternehmen nicht. „Wir waren vor zwei Jahrzehnten der erste Autohersteller mit einem Forschungs- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley, wir kennen Apple und Google also sehr gut. Beide entdecken jetzt das Auto als großen Markt. Aber Angst haben wir vor diesen Firmen nicht, wir gehen locker damit um. Denn wir glauben, dass die deutsche Industrie durchaus von den Konzernen im Valley und ihrer offenen Diskussionskultur etwas lernen kann.“ Diese Firmen empfangen Daimler mit großem Respekt, so Weber weiter. Man wisse schließlich, was man könne. Zudem mache er sich nichts aus Feindbilder, „mich interessiert eher die Frage: Können wir unsere Stärken kombinieren? Aber Entscheidungen sind da noch keine gefallen.“ Er gibt allerdings auch zu, dass man in Deutschland etwas von den IT-Konzernen der USA lernen kann. „Lassen Sie mich das bewusst etwas überspitzt formulieren: In Deutschland ist es so, dass jemand eine Idee hat. Dann kommen sofort viele, die wissen, warum das keinen Sinn macht, zu teuer ist oder nicht geht. Die Firmen im Silicon Valley entdecken etwas Neues, probieren es aus und schauen relativ entspannt, wie es im Markt ankommt und welche Anwendungen sich noch ergeben könnten.“

Als Beispiel hierfür nennt er die Google-Brille, diese sei bekanntermaßen erst mal gescheitert. Trotzdem werde nun an einer nächsten Generation gearbeitet, „die dann vielleicht mit neuen Features den Durchbruch bringt. Eine fast spielerische Art von Innovationskultur. Im Umgang mit Innovationen können wir sicherlich noch etwas lernen.“

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