WLAN: Dobrindt setzt bei WLAN auf Wirtschaftlichkeit

wlan-303722_640Als Minister für digitale Infrastruktur kümmert sich Alexander Dobrindt auch um schnelleres Internet für ländliche Regionen. Noch immer ist dieses ein schwieriges Thema. Doch Dobrindt meint, Deutschland baue so dynamisch wie kein anderes Land sein Breitbandnetz aus.

Anbieter wie die Telekom zu zwingen, in ländlichen Regionen ihr Internet auszubauen, davon hält Dobrindt absolut nichts. „Ich setze nicht auf Zwang, sondern auf Wirtschaftlichkeit. Deshalb schaffen wir mit unseren Förderprogrammen Investitionsanreize und versuchen gleichzeitig, die Kosten des Ausbaus massiv zu senke“, sagt er im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich plane gerade ein Ausbau-Gesetz: bei Bau- und Ausbaumaßnamen an Autobahnen und Bundesstraßen sollen Glasfaserkabel gleich mit in die Erde verlegt werden. Das Gleiche soll für die Erschließung von Neubaugebieten gelten: Dort wollen wir den Einsatz der Glasfaser-Technologie vorschreiben. Das sorgt für Turbo-Internet und erhöht die Attraktivität der Regionen.“ Zuletzt setzte die Regierung auf dem Land nicht etwa auf den Ausbau von Glasfaser, sondern auch LTE. Dobrindt erklärt der Zeitung, dass man einen Versorgungsgrad von 94 Prozent habe, dies sei in Sachen mobiler LTE-Technik die höchste Ausbaustufe in Europa. „Außerdem macht die Hybridtechnik Fortschritte, bei der Sie einen Festnetz-Anschluss und das mobile Netz zusammenschalten können, um höhere Datenraten zu erreichen – unabhängig von der Zahl der Nutzer. Ich rechne damit, dass der Ausbau des Mobilfunks mit dem neuen Standard 5G noch einmal einen großen Schub bekommt.“

Geld, dass eigentlich in den Ausbau von Glasfaser fließt, nutzen aktuell Kommunen für die Aufnahme von Flüchtlingen. Das weiß auch Dobrindt, der seine Pläne dadurch nicht gefährdet sieht. Er sagt der Zeitung weiter, dass Bund, Länder und Gemeinden überdurchschnittlich von den hohen Steuereinnahmen und den historisch niedrigen Zinsen profitieren würden. „So sehr uns die Flüchtlingsfrage auch fordert: Die Investitionen in die Zukunft unseres Landes dürfen wir darüber nicht vernachlässigen“, hält er weiter fest.

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